Person running brush through hair, checking for seasonal shedding

Saisonaler Haarausfall: Warum er auftritt und wann man sich Sorgen machen sollte

Geposted von Tatiana Goller am

Wenn Sie in letzter Zeit, besonders beim Jahreszeitenwechsel, mehr Haare als sonst in Ihrer Bürste oder im Abfluss bemerkt haben, bilden Sie sich das nicht ein, und Sie sind bei weitem nicht allein. Saisonaler Haarausfall ist ein reales, gut dokumentiertes Muster, und in den meisten Fällen ist er völlig vorübergehend.

Warum Haare in bestimmten Jahreszeiten stärker ausfallen

Haare wachsen in Zyklen: einer aktiven Wachstumsphase (Anagenphase), einer kurzen Übergangsphase und einer Ruhephase (Telogenphase), bevor der Strang ausfällt, um Platz für neues Wachstum zu schaffen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass während des Jahreszeitenwechsels – meist vom Spätsommer in den Herbst und manchmal wieder im Frühling – mehr Haare als gewöhnlich gleichzeitig in die Ruhephase eintreten können.

Der genaue Auslöser ist noch nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass er mit Veränderungen der Tageslichtstunden, der Temperatur und den natürlichen hormonellen Rhythmen des Körpers zusammenhängt, ähnlich wie viele Tiere saisonal haaren, nur bei Menschen wesentlich weniger dramatisch.

Was ist normal und was nicht?

Einige zusätzliche Haare, die Sie auf Ihrem Kissen, in der Dusche oder auf Ihrer Bürste bemerken, sind für ein paar Wochen normal und klingen in der Regel innerhalb von 1–3 Monaten von selbst ab. Worauf Sie genauer achten sollten:

  • Haarausfall, der länger als 3 Monate anhält, ohne nachzulassen
  • Sichtbare Ausdünnung oder eine sich verbreiternde Scheitellinie, anstatt nur mehr lose Haare
  • Haarausfall, begleitet von Juckreiz, Rötungen oder Schuppenbildung der Kopfhaut
  • Ein plötzlicher, dramatischer Anstieg anstatt einer allmählichen saisonalen Veränderung

Wenn Ihnen eines dieser Symptome bekannt vorkommt, könnte es auf eine andere zugrunde liegende Ursache hinweisen – genetische Ausdünnung, ein reaktiver Auslöser wie Stress oder Krankheit oder eine Kopfhauterkrankung – anstatt auf einfachen saisonalen Haarausfall.

Was wirklich hilft

Da saisonaler Haarausfall vorübergehend ist und von selbst abklingt, ist das Ziel nicht, ihn „zu stoppen“, sondern Ihre Kopfhaut und Haarfollikel während des Zyklus zu unterstützen, damit das Nachwachsen kräftig erfolgt. Eine sanfte, konsequente Routine, die Ablagerungen entfernt, die Kopfhaut beruhigt und geschwächte Strähnen nährt, kann dazu beitragen, die sichtbaren Auswirkungen zu verkürzen und ein gesünderes Nachwachsen zu unterstützen, sobald der Zyklus vorüber ist.

Dies ähnelt sehr stark unserem Ansatz bei reaktivem Haarausfall im Allgemeinen – der Art, die durch Stress, Krankheit oder hormonelle Veränderungen wie postpartale Veränderungen ausgelöst wird. Wenn Ihr Haarausfall eher diesem reaktiven Muster entspricht als einem genetischen oder chronischen, ist unsere Routine für reaktiven/postpartalen Haarausfall genau auf diese Art von temporärem, ursachenbedingtem Haarausfall zugeschnitten.

Siehe die Routine für reaktiven/postpartalen Haarausfall 

Wann ein Fachmann aufgesucht werden sollte

Wenn der Haarausfall weit über 3 Monate anhält, mit sichtbarer Ausdünnung statt nur losem Haar einhergeht oder Sie einfach unsicher sind, was die Ursache ist, lohnt sich eine gründliche Konsultation, anstatt zu raten. Buchen Sie eine Online-Haut- und Haarberatung bei uns – wir können Ihnen helfen herauszufinden, ob das, was Sie erleben, saisonal, reaktiv oder etwas ist, das einen völlig anderen Ansatz erfordert.

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